Das vegane Kochbuch meiner Oma, ab jetzt im Handel!

fairy food ist mehr als ein Traum, fairy food ist eine Vision.

„1× wöchentlich vegan ist schon weltbewegend!“

(Kirsten Mulach)

Meine Geschichte

Ich habe mich nie bewusst dazu entschieden, vegan zu leben. Es ist mir einfach passiert. Schicksalsschlag vegan? Nein, natürlich nicht! Ich war – wie viele meiner Kunden bei fairy food – sehr lange Jahre eine Suchende nach der richtigen Nahrung für mich. Und hatte dabei abenteuerliche Phasen! Gefühlt habe ich keinen Trend ausgelassen und jeden food-hype mitgenommen (darüber berichte ich an anderer Stelle einmal ausführlicher). Gefolgt war meine Nahrungssuche von Ernüchterung, Frust, Enttäuschung und Gewichtsschwankungen. Ich gab mir sooo viel Mühe, aber die richtige Nahrung wollte sich einfach nicht finden.

Was sagt dein Körper zu deiner Nahrung?

Ich hatte eine Vorstellung davon, dass ich kerngesund, strahlend und Bäume ausreißen können müsste. Und war immer enttäuscht, wenn ich müde, schlapp oder kraftlos wurde. Ich gab mir die Schuld, dass ich dieses Nahrungsding einfach nicht hinbekam. Ich war phasenweise wirklich verzweifelt. Und wurde irgendwie innerlich ständig angetrieben, weiter zu suchen. Bis ich erkannte: „Mensch Kirsten, frag doch mal deinen Körper!“. Ich hatte zwar nicht wirklich eine Vorstellung davon, was der antworten sollte, aber - gesagt, getan. Also lauschte ich intensivst nach innen. Und hörte nichts. Gar nichts. Und da begriff ich: ich hatte so zielstrebig im Außen nach Konzepten für mich gesucht, dass ich nie wirklich geFÜHLT habe wie es mir mit der jeweiligen Nahrung geht. Die Kehrtwende kam für mich mit der Erkenntnis, dass MEINE Nahrung ohne Rücksprache mit meinem Körper nicht zu finden sei. Und nu? Wie sollte ich mich mit jemandem austauschen, von dem ich jahrelang nichts gehört hatte? Ich beschloss, bei jeder Mahlzeit in meinen Körper rein zu fühlen und einfach mal zu schauen, wie es mir denn mit Spaghetti geht, was mein Körper zu Rotwein sagt, was tut sich in mir, wenn ich ein Stück Kuchen esse? Und mein Körper begann auszumisten. Als erstes fiel Rind-und Schweinefleisch weg, dann Hähnchen und Pute. Danach Eier und Milchprodukte. Als letztes dann Käse. Das war – wie gesagt – nie eine bewusste Entscheidung VORHER, sondern ich stellte meistens NACHHER fest, dass ich dieses oder jenes lange nicht mehr gegessen hatte.

Wie ich mich falsch vegan ernährte!

Ich will dir nichts vormachen – rückblickend begann ein Prozess, der nun schon 12 Jahre läuft und bis heute andauert. Und sich einfach „nur“ vegan zu ernähren ist da manchmal nicht unbedingt der erste, gesunde Schritt. Als ich mich nun schon vier Jahre vegan ernährt hatte, stellte ich fest, dass ich über 18 kg zugenommen und mich nur noch müde und schlapp fühlte. Meine Haut wurde grau und fahl, und ich hatte immer dunkle Ringe unter den Augen. Was war schiefgelaufen? Ärztliche Untersuchungen und Blut- und Urintests brachten kein Ergebnis – es war alles in Ordnung. Aber ich spürte und sah mir selber an, dass das nicht sein konnte. 18 kg Gewichtszunahme, TROTZ vegan? Und ich war ja auch noch Rohkost vegan – wie konnte das sein? In Gesprächen mit Kunden berichteten mir einige, dass es ihnen oder anderen aus dem Bekanntenkreis genauso erging. Hm...ich beschloss dem auf den Grund zu gehen. Und die Antwort meines Körpers war eindeutig: zu viel Soja, zu viel (falsche) Kohlenhydrate und zu viel Fette – und viel zu viel Zucker. Das war ernüchternd! Und es stimmte. Vor meinem Einstieg in die vegane Ernährung hatte ich nie viel Nudeln, Brot oder Kartoffeln gegessen. Auch Kuchen eher selten. Jetzt aß ich das alles. Kein Smoothie ohne Avocado und Kokosöl. Ich liebte Rohkostkuchen und übersah die Unmengen an Cashewnüssen, Kakaobutter und Datteln. Und warum nicht die vegane Fertigpizza, die Spaghetti mit der Fertigsoße? Ich überschlug mal meine tägliche Kalorienzahl – und war locker bei 4.000kcal täglich. Natürlich verwertet der Körper DIESE Kalorien anders, aber 4.000kcal täglich? Ich war absolut geschockt und ernüchtert. Und erkannte, dass ich zwei entscheidenden Irrtümern aufgelaufen war:

1. vegan heißt, jetzt kannst du alles essen! Und alle Suchtanteile in mir klatschten vor Freude in Hände – ich war angekommen im Schlaraffenland!

2. Ich fühlte mich sicher! Wenn ich zunahm, mich schlapp fühlte oder müde war, lag das an meinem Körper. Bestimmt eine Übergangsphase. Und wozu bewegen? Meine neue Komfortzone hieß vegan.

Ich versuchte nicht in Panik zu geraten und besann mich darauf, wieder mehr auf meinen Körper zu hören und mir mal die Suchtanteile genauer zu betrachten, die da so begeistert losgestürmt waren.

Es dauerte einen Weile bis alles wieder in die Balance kam. Heute weiß ich, dass jede erfolgreiche Ernährungsumstellung ihr Fundament in einem geheilten Körper und einem geheilten Bewusstsein zur eigenen Nahrung hat. Und je mehr du lauschst, desto mehr antwortet dir dein Körper. Es wird einfacher, klarer und eindeutiger, DEINE Nahrung für DEINEN Körper zu finden. Und dass das Ergebnis eine pflanzlich basierte Nahrung sein wird, ist meine absolute Überzeugung. ABER, es ist ein Prozess! Und den darf jeder in seinem eigenen Tempo und nach seinen eigenen Möglichkeiten gehen. Ohne Druck, ohne Urteil und ohne Dogma.

Die Nahrung der Zukunft ist eine pflanzliche!

Unser Körper befindet sich im evolutionären Prozess und somit verändern wir auch unsere Essgewohnheiten und Nahrungsbedürfnisse – der menschliche Körper tut das, was er seit Jahrtausenden tut – er passt sich an. Und das ist ein Prozess, den jeder Körper individuell durchläuft und auch durchlaufen darf.

Ich halte nicht viel von fanatischen Extremen oder dem blinden Umsetzen von Konzepten. Reflektion ist wichtig, um die Sprache seines Körpers wieder lesen zu lernen. Von daher unterstütze ich den sanften und liebevollen Weg in eine neue Ernährung und damit eine neue Welt.

Eine neue Welt, in der alle Menschen ihre einzigartigen Fähigkeiten einbringen, ihr schöpferisches Potential voll ausleben, aus Liebe handeln und im Einklang mit der Natur und dem Leben sind. Gemeinsam machen wir diese Erde zu einem Ort, an dem man gerne lebt und super lecker isst – eben clean vegan! Und darüber freue ich mich jeden Tag.

fairy food ist mein Angebot an dich!

Ich bin in meiner Entwicklung zu „clean vegan“ einen sanften Weg gegangen mit vielen Auszeiten und auch etlichen Rückschlägen.

Aber eins ist sicher: die Entscheidung, meine Ernährung zu erforschen und mich für eine neue Form der Nahrung zu öffnen, war die beste Entscheidung meines Lebens. Und die möchte ich über fairy food mit dir teilen. Es ist mir ein Anliegen und ein Herzenswunsch, möglichst viele Menschen tagtäglich auf ihrem Weg zu einer gesunden Ernährung und einem geheilten Verhältnis zu ihrem Körper zu begleiten. Und fairy food ist die Möglichkeit, das auf verschiedenste Weise zu tun. Also, überzeug dich doch einfach selbst!

Take care & stay healthy!

Kirsten Mulach