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Gesundheitswissen

Die 4 Körperebenen des Menschen und ihr Einfluss auf dein Essverhalten: Teil 2/ der emotionale Körper

Die 4 Körperebenen des Menschen und ihr Einfluss auf dein Essverhalten: Teil 2/ der emotionale Körper

Neben unserem physischen Körper existieren mindestens 3 weitere Körperebenen, die unser Ess- und Nahrungsverhalten beeinflussen. Teil 2 meiner Serie dazu, beleuchtet unseren emotionalen Körper und welchen Einfluss er auf unsere täglichen Essensentscheidungen nimmt.

 

Der emotionale Körper

Der emotionale Körper beschreibt zunächst unser Nervensystem, unsere Haut und unsere Hormone. Der emotionale Körper erstreckt sich ein paar Millimeter über unseren physischen Körper und steht in direktem Austausch mit unserem Erleben der äußeren Welt. Unser emotionaler Körper bildet eine erste Brücke zwischen der physischen (materiellen) und geistigen Welt.

In unserem emotionalen Körper synthetisieren und interpretieren wir unsere Erfahrungen. Das tun wir sowohl über unsere Gedanken als auch unsere Gefühle. Unsere Gedanken erfassen hierbei jedoch eher das WAS, der emotionale Körper hingegen eher das WIE. Der emotionale Körper stellt unsere Gefühle zu allen Dingen dar, d.h. WIE wir reagieren, WIE wir wahrnehmen und WIE wir interpretieren. Diese Ebene ist zutiefst subjektiv geprägt und sucht seine Orientierung am (scheinbar)objektiven Außen, wobei meistens eine sachlich Einordnung fehlt.

Das ist auch der Grund, warum es immer verschiedene Sichtweisen einer Geschichte oder Situation gibt. Wenn in Situationen oder Begegnungen mit anderen Menschen, die emotionale Körperebene nicht ausgewogen ist, kann das sehr häufig zu Missverständnissen führen. Ungeachtet des Wahrheitsgehaltes einer Situation oder Erfahrung kann die Unbalance der emotionalen Körperebene physische Reaktionen auslösen wie z.B. Tränen (Wasserabgabe) oder Blähungen (Gefühle nicht zu lassen od. Versuch, die Kontrolle zu bewahren)

Ist die emotionale Körperebene hingegen ausgeglichen, ist der betreffende Mensch zentriert und besitzt die Fähigkeit, aus einem offenen Herzen heraus zu agieren und klare Entscheidungen zu treffen.

Der Zustand unseres emotionalen Körpers hängt also davon ab, wie ruhig oder aufgewühlt unsere Gefühle, Gedanken und unserer Traumzustand ist.

 

Woran erkennen wir einen balancierten emotionalen Körper?

Menschen mit einem balancierten emotionalen Körper gelten als einfühlsam, offen und ehrlich. Sie sind sich selbst und anderen gegenüber weniger oder nicht-wertend und zudem großzügig und hilfsbereit. Es ist der Wunsch zu geben, ohne im Gegenzug etwas zu erwarten oder zu wollen. Ein unausgewogener emotionaler Körper missversteht diese Aspekte als Opferleistung oder lehnt sie gänzlich ab. Physisch erkennbar ist ein ausgeglichener emotionaler Körper daran, dass Cortisol, Insulin, Östrogen, Progesteron und Testosteron ausgewogen sein wird und sogar der Blutzuckerspiegel reguliert ist. Das Herz schlägt gleichmäßig und ruhig, der Blutdruck ist ausgeglichen. Zudem lagert der Körper weder Wasser ab, noch ist er dehydriert.

 

Woran erkennen wir einen unbalancierten emotionalen Körper? 

Ein unbalancierter emotionaler Körper zeigt sich in einem allgemeinen Mangel an emotionaler Intelligenz, Vertrauen in sich selbst und andere sowie einer geringen Intuition oder fehlenden Fähigkeit, Menschen zu verstehen – häufig begleitet von einer großen Menge Angst und Neurosen sowie der Sorge um das eigene Selbst und weniger Empathie für die Erfahrungen der anderen.  Im physischen Körper kann sich das als Wassereinlagerung in den Gliedmaßen, Gelenken und Gesicht, als Dehydrierung oder Blähungen, Gelenksteifheit oder Hormonschwankungen manifestieren. Mangel an Schlaf aufgrund von emotionalem Stress zeigt ähnliche Symptome. Psychisch manifestierst sich ein unbalancierter emotionaler Körper u.a. als Selbstzweifel, Projektion auf andere und z.B. das Denken, dass andere ein besseres Leben haben, was wiederum zu Schlafmangel führt und die körperlichen Symptome des Ungleichgewichts erhöht.

Während Disharmonie des emotionalen Körpers in der eben beschriebenen Weise eher unter die Kategorie „Verdrängen von Gefühlen“ fällt, zeigt sich das „übertriebene Ausleben“ des Ungleichgewichts ebenso schädlich für den physischen Körper.

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Dieses Ungleichgewicht zeigt sich häufig über passive dann schnell aggressive, obsessive , irrationale, äußerst gereizte , deprimierte, übermäßig ängstliche Reaktionen, oftmals verbunden mit Gefühlen des Ertrinkens oder ohnmächtige Hoffnungslosigkeit. Physisch zeigt sich das entweder als Gewichtszunahme (auch während der Diät) und zu viel Wasser im körperlichen System. Oder die Daueraktivität befeuert das Nervensystem, sodass der Emotionalkörper austrocknet und der physische Körper dehydriert.

Hormone sind der Schlüssel für unsere Gesundheit. Und auch hier kann eine unbalancierte emotionale Ebene sich physisch manifestieren, z.B. in einem schmerzhaften Menstruationszyklus.

Ein unbalancierter emotionaler Körper ist der ideale Nährboden für Süchte aller Art, und eben auch Essensgelüste. Menschen mit einem unbalancierten emotionalen Körper neigen dazu, Essen dazu zu missbrauchen, das sog. „seelische Gleichgewicht“ wieder her zu stellen. Das reicht von dem „Weinchen am Abend“ zur Belohnung über „das Stückchen Torte“ zum Wohlbefinden bis hin zum „Festmahl“ aus Geselligkeit. Die Nahrung unseres physischen Körpers unterscheidet sich jedoch massiv von der Nahrung unseres emotionalen Körpers. Und das heißt nicht, dass ein gelegentlicher Genuss davon falsch wäre. Vielmehr appelliere ich an einen bewussten Genuss aus einer klaren Entscheidung heraus, und weniger das suchtgeleitete unkontrollierte und unbewusste Ausleben.

 

Was ist die Nahrung der emotionalen Körperebene?

Akzeptiere ALLE deine Gefühle. Stelle dich ihnen und lass’ sie zu. Mach dir bewusst, dass DU viel mehr bist als deine Gefühle. Gefühle kommen und gehen wie die Wolken am Himmel. Unangenehme (dunkle) Gefühle sind ebenso Teil deiner Selbst wie angenehme (positive). Du entscheidest, was du auslebst. Bist du ein Opfer deiner Emotionen? Gibst du ihnen Macht über dich? Dann hol’ dir deine Macht zurück. Du hast immer die Wahl. Und du hast immer die Kontrolle. Je mehr du lernst, deine emotionalen Schattenseite zu akzeptieren, desto weniger Stress bereiten sie dir, desto weniger müssen sie sich in äußeren Umständen (Menschen & Situationen) zeigen, desto stärker wird dein Vertrauen in dich selbst, dass du mit allen emotionalen Schwankungen fertig wirst. Wie das geht? Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Manchen hilft Meditation oder Atemtechniken, anderen wiederum Tanz, Cardio oder Workout. Wieder andere gehen ins Kino, Sauna oder Gesangsgruppe. Regelmäßige Entgiftungen reinigen deinen Körper von emotionalen Disharmonien. Nähe, Intimität und mehr Berührung stabilisieren deinen Hormonhaushalt. Vergebung und Handlungen der Vergebung sind ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Lerne den Wert der emotionalen Intelligenz zu schätzen, denn nicht nur geistige Intelligenz ist von zentraler Bedeutung für ein einfühlsames Nebennieren-Wellness. Ach ja, und such dir ein Ventil, das unabhängig ist von deinen Mahlzeiten. Und wenn du dabei weitere Unterstützung brauchst, ist es mir eine Freude & Ehre für dich da sein zu!

Take care & stay healthy,

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